Interessengemeinschaft Alternative Zinklesweg


Foto: Hans-Henning Klein

Auf dem Weg: Informationsveranstaltung der Interessengemeinschaft „Alternative Zinklesweg“

Ein mehr als lokales Thema ist, wie die Informationsveranstaltung am 15. Mai zeigte, die geplante Sperrung des Zinkleswegs. Während die Sperrung schon eine sichere Sache scheint, sind die Alternativen zum Zinklesweg als Verbindung der östlichen und nördlichen Stadtteile bzw. angrenzender Umlandgemeinden noch nicht annähernd ausdiskutiert. Dass es eine Alternative geben muss und eine reine Sperrung nicht zumutbar für die dann belasteten Stadtteile Grombühl, Ober- und Unterdürrbach wäre, hat die Interessengemeinschaft „Alternative Zinklesweg“, die auch von vielen Ortsverbänden und Vereine unterstützt wird bei einer Informationsveranstaltung in Oberdürrbach gezeigt. Zu der ersten Veranstaltung dieser Art kamen bereits über 100 Interessierte aus verschiedenen Stadtteilen, die entsprechend unterschiedliche Meinungen und Interessen vertraten.

Durch die Veranstaltung wurde von Thomas Ort und Michael Stöhr als Sprecher der IG geführt, die mit einem Überblick über die Diskussion und die Entwicklungen der letzten Jahre und Jahrzehnte begann. Dabei wurde nicht zuletzt die Interessen- und Tatenlosigkeit der Stadtverwaltung moniert, die noch vor wenigen Wochen keinen Handlungsbedarf sah. Gleichzeitig ist aber zu befürchten, dass plötzliche Entscheidungen die nötige Planung und Sichtung von Alternativen überholen und die Bürger wieder vor vollendete Tatsachen stellen. Genau das will die Interessengemeinschaft verhindern, die keinesfalls auf die Steinlein-Trasse fixiert ist. Ihr geht es vielmehr um den Schutz der bei einer Sperrung des Zinklesweges zwangsläufig negativ betroffenen Stadtteile. So würde Grombühl, das ohnehin schon stark durch Verkehr belastet ist, noch stärker belastet werden, verkehrstechnisch, aber auch durch Abgase und Lärm. Mehr Verkehr befürchten auch Ober- und Unterdürrbach, deren Infrastruktur auf diesen Anstieg nicht vorbereitet ist. Straßen ohne Gehweg, extrem enge Kurven, direkt anliegende Schulen und Kindergärten – all das sind Gefahren und Probleme, die nicht unbeachtet bleiben dürfen und zeigen, wie wichtig es ist, schon jetzt ein schlüssiges und zukunftsfähiges Verkehrskonzept zu erarbeiten.

Das Interesse an der Informationsveranstaltung, aber auch die innerhalb kurzer Zeit gesammelten Unterstützer-Unterschriften zeigen die Relevanz dieses Themas und die Sorge der Bürger dreier Stadtteile. Diesen Gehör zu verschaffen ist das Ziel der IG, die u. a. unter www.openpetition.de/petition/online/alternative-zinklesweg um weiter Unterstützung wirbt. Auf dieser Seite kann man sich auch einen Überblick über die Argumente der IG verschaffen, die, im Gegensatz zur Stadt am Thema dranbleiben wird.

Thomas Ort und Michael Stöhr
Sprecher IG Alternative-Zinklesweg

Unterlagen:

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